Streitschlichterausbildung

Streitschlichtung in der Grundschule heißt, dass unparteiische Schülerinnen und Schüler in Konfliktsituationen vermitteln und bei Streitereien und kleineren Konflikten schlichten.

 

Streit und Konflikte zwischen Schülerinnen und Schülern gehören zum Alltag.

Probleme treten dann auf, wenn Kinder zuwenig Möglichkeiten haben, Konflikte selbst zu lösen. Streitschlichter können die in diesen Situationen neutral vermitteln und ihre Mitschüler beim Finden einer gemeinsamen Lösung unterstützen ohne zu urteilen. Ein Schlichtungsgespräch ist allerdings nur möglich, wenn beide Streitbeteiligten das Gespräch wollen. Im Schlichtungsgespräch geht es nicht um die Schuldfrage, sondern um die Hinführung zu Lösungsvorschlägen durch die Streitbeteiligten. Ausgangspunkt ist, dass beide Konfliktpartner ihren Anteil am Konflikt haben, es gibt also keinen Schuldigen bzw. Unschuldigen.

 

Erkennbar sind die diensthabenden Streitschlichter bei uns an ihren Leuchtwesten. Sie greifen grundsätzlich nicht in von sich aus in Streitigkeiten ein sondern möchten gern von den Streitenden zur Schlichtung hinzugezogen werden. Die Schlichtungsgespräche finden im Besprechungsraum statt. Falls die Streitschlichter in einer Konfliktsituation überfordert sein sollten, steht ihnen eine erwachsene Person als stummer Diener beim Schlichtungsgespräch zur Verfügung.

 

Die Streitschlichterausbildung unter Leitung unserer Lehrerin Frau Essing ist ein Angebot für Schülerinnen und Schüler ab der dritten Klasse. Sie lernen das Streitschlichterkonzept und die Regeln des Streitschlichtergesprächs kennen. Warm-ups und Rollenspiele gehören ebenso zu den Ausbildungsinhalten wie aktives Zuhören, Formulieren von Ich-Botschaften und Moderieren von Gesprächen.